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Das BUCH zur Reise Leseprobe |
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Drei Wochen auf Reisen gehen so ganz mit fremdem Partner...?
Mittwoch, der 05. Dezember 14.00 Uhr. München.
22.30 Uhr. Gran Canaria. Am Flughafen herrscht noch reges Treiben. Taxen fahren vor, und wieder davon. Autos laden Mengen von Gepäck und deren Besitzer aus und ein. Angestellte der verschiedensten Reiseunternehmen halten Wegweisertafeln hoch in die Luft. Die bunten Busse der Reiseunternehmen füllen sich mit Pauschaltouristen. Dieser Anblick erinnert mich an meinen ersten Mallorcaurlaub. Mit unseren Rucksäcken waren mein damaliger Lebenspartner Heiko und ich vor nunmehr fast vier Jahren mit solch einem farbenprächtigen Bus gefahren, keine Ahnung, wohin die Fahrt ging. Wir fuhren damals lange durch die Dunkelheit, hielten etliche Male vor Hotels an, Namen wurden vorgelesen und von der Liste gestrichen, die Neuankömmlinge stiegen aus. Wir waren die Letzten, die den Bus verließen und in die Nacht wanderten, keinen blassen Schimmer, wohin... Heute beginne ich meinen ersten Gran Canaria Urlaub mit IHM, meinem mir noch völlig unbekannten und eher befremdlichen als sympathischen Reisepartner. Wieder habe ich mein Gepäck auf dem Rücken. Wieder blicke ich in die Nacht. Wieder habe ich keinen blassen Schimmer, wo wir – ER und ich – sie verbringen werden. Irgendwo hier, in der Nähe des Flughafens wird die Natur uns aufnehmen. Ich bin voller Zuversicht. Voller Freude. Voller Dankbarkeit. Vor mir sehe ich plötzlich eine hell erleuchtete Tankstelle und ich tätige meinen ersten Einkauf: eine Flasche Mineralwasser. „!Buenos noches, seniora! Una agua mineral. Sin gas, por favor.” “!Muchas gracias! adios.” Es klingt wie ein Lied. Wie abgehackt und kühl erscheint mir dazu im Vergleich meine Heimatsprache. Bald ist es Mitternacht. Wir lassen den Flughafen hinter uns und laufen in Richtung Strand. Die Straße, in der wir uns gerade befinden, wirkt auf mich ziemlich unheimlich: finster – nicht ein düsteres Licht ist zu erkennen, leer stehende Häuser links von mir, Schrott und Abfälle, ein Autofriedhof, rechts ein hoher Zaun mit Stacheldraht. Doch endlich erscheinen vor uns glücklichere Häuser einer Ferienanlage, es bellen Hunde, es reden Menschen. Vor mich hinlaufend verliere ich mich in meinen Gedanken... und plötzlich finde ich mich allein, umgeben so weit mein Auge reicht von grauen unförmigen Wänden, wieder. Dunkle Wände, an denen noch dunklere zerrissene Fetzen herunter hängen. Ein Szenario des Fürchtens! Wo ist ER!? Ich schaue nach IHM und sehe, dass ER, den Lauf des Weges erforschend, mir schon weit voraus ist.
Bei näherem Hinschauen kann ich nun erkennen, dass die Gespensterkulisse
eine riesige Gewächshausanlage ist, an deren Ende sich jetzt sandiger
Acker mit größeren und kleineren Müllhalden anschließt – welch öde
Landschaft! Unser Durchhalten wird belohnt. Vor unseren Füßen liegt in einer winzigen Bucht ein anmutiges Fischerdörflein. Kleine pittoreske Häuser drängen sich dicht an den Fels. Dazwischen enge Gassen und steile Treppen. Aus einer winzigen Bar dringen Stimmen, dann treten zwei kräftige Männer heraus in die Nacht. Neugierig fragen sie uns „Wohin wir denn noch wollten, zu so später Stunde?“ Und sie klären uns auf: “Weiter kommt ihr hier nicht! Der Weg führt nur noch zu den nächsten drei Häusern.“ Hinter denen ragt ein mächtiger Fels steil in die Nacht und bestätigt die eben gesprochenen Worte. Wir kehren um. Jetzt drängt sich eine schmale steile Treppe zwischen zwei Häuserwände und lädt mich ein, ihr zu folgen. An ihrem Ende, hier, wo sie mich in einen winzigen Sandstrand entlässt, liegt ihr ein kleines blau-weißes Fischerboot zur Seite. Das Meer plätschert leise und sanft... und ich sinke mit jedem Schritt tief ein in den weichen Sand des Strandes. Und schon schließen sich dem Sandstrand erst eben verlaufende, dann steil aufragende und raue Felsklippen an. Der Mond, ein riesiger Lampion am Himmel, ist unser Begleiter und hüllt dieses Szenario in sein silbernes Licht. ER ist inzwischen nur noch als ein heller, wie ein Gummiball um Meter vor mir her springender Punkt für mich wahrnehmbar, dem ich folge. Ein romantisches Plätzchen! Und ich überlege schon hier zu schlafen. Doch das überlebt meine Schlafmatte nie und nimmer! Nein, das geht nicht, das Gestein ist viel zu scharfkantig. Ich reise mit einer Therm-a-Rest Schlafmatte der Luxury Serie. Eine sich selbst aufblasende Schlafmatte. Dieses ‚Himmelbett’ hat seinen Namen verdient, nicht, weil ich damit unter freiem Himmel schlafe, sondern weil die Maße himmlisch sind. Jedenfalls für Outdoor-Ansprüche. Sie hat eine Breite von 63 Zentimeter, eine Länge von 196 Zentimeter – ich selbst bin 170 Zentimeter bei nicht ausgestreckten Füßen – und eine Dicke von 6,5 Zentimeter! Sie belastet meinen Rücken mit 1,7 Kilogramm bergauf und bergab, Kilometer für Kilometer, und ist hochempfindlich gegen Dornen, spitze Ästlein, scharfe Steinchen, Glasscherben, Metallreste, etc.
Auch ich habe nun den felsigen Teil passiert, und habe an Höhe gewonnen.
Tief unter mir liegt jetzt das Meer, vor mir breitet sich eine weite
Dünenlandschaft aus: heller Sand gesprenkelt mit ein paar schwarzen
Punkten. Diesmal keine Müllhalden, nein, bei näherem Betrachten
entpuppen sich diese Punkte als irgend welch Buschwerk, genau genommen
mehr stachliges Gehölz als Buschwerk. Solch ein stachliges Etwas, im
Moment nur als ein großer schwarzer Punkt wahrnehmbar, ist jetzt unser
Ziel, auf das wir geradewegs zusteuern. Und just in diesem Moment wird
die Dunkelheit jäh durchbrochen. Ein Lichtstrahl nähert sich von
irgendwoher, und noch bevor ich orten kann, von wo, stehen wir beide
voll im blendend hellen Scheinwerferlicht. Ein Auto steht am Ende des
Weges, welchen wir kurz vorher beschritten, und somit gleichfalls am
Anfang der Düne, auf welcher wir uns soeben befinden. |
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Katharinenkloster - Kloster St. Katharin - Monastery St. Catherine - Convent St.
Catherine, zum Berg Moses - Moseberg - Gebel Musa - Mount Sinai, zum Gebel Katherina -
Katherinenberg - Kapelle St. Katherine - Stadt St. Katharine, zur Oase Ain Hudra -
Oase Ein Khudra - das biblische Hazerot, zu den Rundhäuser aus der
Bronzezeit/Jungsteinzeit, die sogenannten Nawamis Rundgräber, wir wandern vorbei
an Felszeichnungen aus
Zeiten Moses, zum Wadi Ghazala, und nach Nuweiba, dann nach Dahab, und letztlich
wieder nach Sharm-el-Sheikh, Sharksbay, zu unserem Ausgangspunkt der Reise.
Hier schließt sich der Kreis. Und hier beginnt neues Fernweh...
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