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KORALLENRIFF
Zwanzigtausend Sonnenmorgen
habe ich, vielleicht.
In den wärmsten, tiefen Stunden
hast du mich erreicht,
mit den Händen, mit den Augen
und mit allen Farben.
Küsse tief auf meiner Haut
brennen nun die Narben.
Abendsonne in den Augen,
Glut in deinem Schoß
und mit jedem zarten Ton,
wächst sie riesengroß,
meine Sehnsucht, deine Wildheit,
meine Fantasie.
Tiefer in den heißen Wellen,
tiefer war ich nie.
Sonja Drechsel
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Frühlingsnähe
Endlich wärmer,
endlich Licht,
endlich Amselschreie:
und ich suche dein Gesicht, dass ich mich dran freue:
Endlich Hoffnung auf der Haut,
startbereit zum Fliegen.
Endlich wieder aufgetaut.
Komm'
und lass uns lieben!
Sonja Drechsel
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Die Kraft der Kindheit
Das Glück der Kindheit noch einmal fangen,
dort, wo der Wind die Wiese durchkämmt.
Dort, wo die Füße auf sandigen Boden
uns schneller tragen und ungehemmt.
Wo unsere Hände fester sich fassen,
beim Sprung über einen Bach:
Wo unsere Herzen nichts wirklich hassen.
Wo Kräfte wuchsen für das Danach.
Sonja Drechsel
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Familienwald
Unser Garten ist ein Wald mit über fünfzig
Bäumen.
Hängematten zwischendrin laden ein zum Träumen.
Und wenn der Stress mich packen will,
dann gehe ich dorthin.
So schaukelnd überdenke ich
für mich des Lebens Sinn.
Dann werden alle Blätter viel wichtiger als Geld.
Dann fühle ich im Innersten, was wirklich etwas zählt.
Und Wolken, Wiese, Blumen, die wirken auf mich ein.
Ganz tief empfinde ich als Glück, von dir geliebt zu sein.
Sonja Drechsel |
Glück
Glück entsteht bei mir aus Mut, Kraft und Phantasie
und den
Regenbogenfarben
einer Melodie.
Doch die Farben fass ich nicht,
nicht den zarten Ton.
Wenn ich danach greifen will,
schweben sie davon.
Leise und ganz unverhofft
kommt es dann zurück.
Ja, was soll man da nur machen?
So ist eben Glück.
Sonja Drechsel
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Notwendige Gegensätze
Nässe fällt herunter,
Kälte kriecht herauf.
Es sieht nicht aus wie Winter,
doch ich pfeife drauf.
Ich könnte einen Frühlingstag
nicht so tief empfinden,
gäbe es nicht ab und zu
dunkelgraue Tage,
die dazu geschaffen sind,
sie zu überwinden.
Sonja Drechsel |
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Ausgekühlt
Ein Kind braucht die Geborgenheit.
Das ist uns allen
klar.
Wann sollte dies verloren gehen?
Mit welchem Lebensjahr?
Wann braucht man keine Wärme mehr?
Wann wird man resistent
gegenüber Plüsch- und Kuschelbär
und schafft es "exzellent"
erwachsen zu sein, perfekt und leer?
Wie viele Menschen unter uns
sind völlig ausgekühlt.
Zum tieferen Sehen bleibt keine Zeit.
Es wird nichts mehr gefühlt.
Ein Kind braucht die Geborgenheit.
Das ist uns allen klar.
Erwachsene den Mut zum Fühlen
in jedem Lebensjahr.
Sonja Drechsel
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Chaos im Kinderzimmer
Ich will etwas fragen und öffne die
Tür,
da ist ein Poltern zu hören.
Ein Stapel Bücher gleitet nach unten,
"Wie kannst du gerade jetzt stören?
Macht nichts Mama, komm trotzdem rein,
aber bitte rege dich nicht auf!"
Dazu komme ich gar nicht,
denn ich trete auf Murmeln und das Schicksal
nimmt seinen Lauf.
Im Fallen versuche ich etwas zu fassen
und fühle Feuchtigkeit.
"Da war vom Frühstück noch was in den Tassen.
Ich musste schnell weg, mir fehlte die Zeit."
Mir reicht es! Ich hole tief Luft,
dass ich die Kritik jetzt los werde.
Mein Kind malt ein Bild. Es pinselt und strahlt
und sitzt vor mir auf der Erde.
"Das Bild wird für dich. Das will ich dir schenken,
dann räume ich alles zurück."
Ich drücke sie fest an mich, dann räumen wir gemeinsam auf und beide
empfinden wir Glück.
Sonja Drechsel |
Unendlichkeit
Du wolltest nicht,
dass unsre Liebe
in einer kurzen Nacht
verbrennt.
Du konntest Dich
des Wahnsinns wehren,
der nur die Augenblicke kennt.
Du hast mein Feuer
wohl behütet,
dass es nicht brennend uns versengt.
Wir werden an der Glut uns wärmen,
wenn keiner mehr an Wildheit denkt.
Ich hab Dein Feuer
wohl behütet,
dass es Dir nichts und andren nimmt.
Wir werden uns noch daran wärmen,
wenn Sonnen längst Legenden sind.
Sonja Drechsel
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Wenn du Dich als fünftes Rad
am Wagen fühlst,
dann sieh es mal optimistisch
und versuche das Lenkrad zu sein.
Sonja Drechsel |
Wichtiger
ist es, etwas zu lieben,
als es zu besitzen.
Das kann sogar eine Erleichterung
oder Vereinfachung im Leben bedeuten.
Sonja Drechsel
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Mein Lebenssinn heißt Dankbarkeit,
die Welt hier zu genießen,
den Sonnenschein, die Zärtlichkeit
und viele bunte Wiesen.
Das klingt banal,
es ist jedoch
das Wichtigste für mich.
Ein DANKESCHÖN
an jeden Tag,
ein DANKESCHÖN
an Dich.
Sonja Drechsel
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Sehnsucht
Sagt nicht, dass ihr glücklich
seid ohne Liebe.
Wenn alles um euch gefällig
ist,
ist doch Nacht in eurer Seele.
Eingesponnen in Wunsch und
Hoffnung
befindet sich der Mensch in der Welt der
Gefühle,
losgelöst vom Irdischen,
ohne Ruhepunkt.
Schmerzhaft ruft ihn etwas zurück
in das Leben,
auf ein schwankendes Boot.
Sehnsucht führt es treibend davon.
Susanne Brückner, 1993
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Prinzessin,
oh, Du Kleine
Dein Herz ist meins,
meins ist deins.
Prinzessin, oh, Du Kleine.
Prinzessin, oh, Du Schöne!
Schau herab auf mich in Liebe.
Sieh, ich bin Dein Ebenbild.
Prinzessin, oh, Du Schöne!
Prinzessin, oh, Du
Zarte.
Zärtlich streicheln Deine Hände mich -
schenken, geben, umsorgen, liebkosen, ...
Prinzessin, oh, Du Zarte.
Prinzessin, oh, Du
Große.
Staunend schau ich zu Dir auf.
Folge Dir mit meiner Liebe.
Zeit verrinnt. Doch wir sind eins.
Mein Herz ist Deins. Deins ist meins.
Uns gehört die Ewigkeit.
Prinzessin, oh, Du Große.
Du bist mir einen Schritt voraus.
Ich folge Dir mit meiner Liebe.
Oh, Prinzessin, meine Große.
Romy Ch. Fehrmann
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Sommerblumenfeld
So ein Tag geht niemals verloren,
gelbe Fülle, Schönheit und Licht.
Sonnenblumen vor leuchtendem Himmel,
das Kribbeln im Bauch, dazu dein Gesicht.
Ich schließe die Augen und halte es fest,
das Bild dieser leuchtenden Fülle
und nehme es mit, wenn der Abend beginnt
mit seiner zärtlichen Stille.
Der Sommer schenkt alles mit einem Mal,
wie die Nacht, kraftvolle, sinnliche Liebe
zu Ewigkeit macht.
Sonja Drechsel |
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MUTMACHEN
Komm zeig Dich, mein Freund!
Wovor hast du Angst?
Sie drehen sich alle nur seitwärts zum Tanz.
Sie können nicht zaubern und die Fantasie,
sie liegt auf dem Boden und dann spielen sie gekaperte Noten.
Das hast du nicht nötig, Du bist nicht nur schwarz/weiß.
Jedoch im Moment drehst du dich im Kreis.
Nun nimm meine Hand und gib dir die Kraft!
So hätten wir beide ein Stück geschafft.
Sonja Drechsel
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Reichtum
Du kannst mit meinen Händen fühlen,
wie Abendsonne streicheln kann.
Ich lehne mich, fast unsichtbar, ganz fest an deine Schulter an.
Ich kann mit deinen Augen sehen, wie eine Wiese früh erblüht.
Und kann mit deiner Seele fühlen,
wie heiß die Sommersonne glüht.
Ich bin ein Kind in meinen Träumen.
Das war mir vor dir unbewusst,
und traurig, wenn die Blumen sterben,
in einer Frostnacht im August.
Wir haben uns in uns gefunden.
Das reicht für die Unendlichkeit.
Und es bleibt jede dieser Stunden,
bereichert unsere Lebenszeit.
Sonja Drechsel
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Je länger ich lebe,
um so weniger halte ich fest,
denn ich denke, dass nur,
was von alleine bleibt,
wirklich bleibt.
Du hältst nichts mit Gewalt,
schon gar nicht ein Gefühl.
Sonja Drechsel
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Abwesend
Auf mich warten viele Teller, Schüssel und Töpfe.
Sie ziehen Gesichter wie saure Tröpfe.
Sie wollen alle abgewaschen werden,
aber ich bin nicht auf Erden.
Ich bin ganz weit oben, in höheren Regionen -
dort, wo die Engel wohnen.
Susanne Brückner |
Der Gauner
Er nannte sie Tante und auch du.
Seine Wünsche erfüllte sie immerzu.
Er stahl ihr Herz und auch ihr Geld -
was für falsche Männer auf der
Welt!
Und dazu noch dumme Frauen -
die einem Schmeichler blind vertrauen.
Susanne Brückner
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Die Anderen
Sie meinen,
sie sind
das Salz der Erde.
Verantwortung, Gerechtigkeit - Fremdwörter für sie.
Nur ihr Vorteil ist ihnen wichtig,
wir kennen sie alle.
Susanne Brückne
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Paradies
Im diesem Frühling fiel mir ein,
nach dem Schmetterling zu suchen.
Ich fand ihn auf der Wiese tanzend,
vergnügt im Sonnenschein.
Jeder Augenblick in seiner Näh
lässt mich fröhlich sein.
Immer dann wenn ich ihn seh,
zieht Glück in meine Seele ein.
Ein Paradies ist diese Erde.
Eva Lindner
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Vertrauen -
eine seelische Kraft,
eine Gewissheit,
die Unsicherheit
und
Zweifel
spurlos beseitigt;
-
eine Brücke zum Erfolg.
Susanne Brückner
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Schmerz
Trifft dich ein Schmerz
belaste nicht dein Herz.
Macht er dein Herz dir schwer,
dann spür hinein,
bestimmt soll er für dich vielmehr
nur eine Hilfe sein.
Hast du erkannt, das es so ist,
sofort ist dies Gefühl gebannt.
Eva Lindner
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IN
ist's in dir zu sein. In deiner Mitte.
OUT
ist's außerhalb deiner selbst zu sein. Nur im Außen zu leben.
Romy Ch. Fehrmann
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Zwei Pantoffeln
Zwei Pantoffeln vor dem Bett,
in Warteposition.
Das ist nichts Besonderes,
keine Sensation.
Sie stehen da und warten
bis jemand sie bewegt,
hineinfährt und danach
sie einfach vorwärts trägt.
Eva Lindner
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Ob es Außerirdische gibt
weiß ich nicht,
aber Liebe gibt es!
Dietmar Walther |
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Was ist Liebe?
Eine Einheit aus Zuneigung,
gegenseitiger Achtung
und Rücksichtnahme,
das miteinander Wohlfühlen,
das sich Begehren, Riechen und Schmecken können,
die gemeinsame Kraft, mit welcher man sich verbindet,
um glücklich zu sein?
Ich weiß es nicht genau,
aber Liebe ist für mich auch der Weg
in eine neue Zukunft.
Jörg Meyer
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Bücher
- meine Freunde
Autoren geben - von sich, verschenken ihre
Lebensgeschichten.
Unbekannte werden zu Freunden.
Oft sprechen Gefühle aus den Zeilen,
und dazwischen klingen leise Melodien, die das Leben schrieb.
Bitte, himmlisches Versandhaus,
sage ihnen DANKE,
DANKE für ihre Offenheit.
Eva Lindner
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WER BIN ICH?
Stellt sich jeder diese Frage
irgendwann im Leben?
Und wenn man sich danach fragt,
läuft es dann daneben?
Kennt nicht jeder diese Tage,
wo du nichts erfühlst,
wo du auch nichts geben kannst,
dir die Zeit selbst stiehlst?
In solchen Momenten
schau ich in den Spiegel
und muss über mich lachen.
Ich stecke mir die Zunge heraus,
um dann aus dem Tag
das beste zu machen.
Sonja Drechsel-Walther
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Ein paar Worte nur...
Ein paar Worte nur,
die könnten soviel klären,
ein paar Worte nur,
die sagten soviel aus.
Doch man spricht sie nicht,
aus Angst, sich festzulegen,
aus Angst, sich etwas zu vergeben!
Warum das alles nur?!
Brigitte Schmidt
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Bücher sind dickere
Briefe an Freunde...
Jean
Paul, Schriftsteller, 1763 - 1825
...
Ein
Buch kann uns als Axt dienen für das zugefrorene Meer in unserem
Inneren. Franz
Kafka, Schriftsteller, 1883 - 1924
...
Ein Buch ist ein
Spiegel.
Wenn ein Affe hineinsieht, kann kein Apostel
herausschauen.
Georg Christoph
Lichtenberg,
Schriftsteller, Kunstkritiker und Physiker, 1742 - 1799
...
Schreiben heißt: sich selber lesen ... |
Jahreswechsel
Heute -
am letzten Tag
geht die Uhr an der Wand
mit meinen Gedanken spazieren.
Stille -
vor der Feier am Abend.
Erlebnisse werden Erinnerung.
Was bringt wohl das neue Jahr?
Die Hoffnung
auf Liebe
zu sich und zu anderen,
neue Pfade zu gehen,
sich finden zu lassen
von seiner Berufung?
Ahne ich ihre Nähe?
Eva Lindner
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DANKE allen Autoren,
dass ihre Gedichte hier zu lesen sind!
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Schön, dass du hier warst.
Du schreibst auch Gedichte oder Kurzgeschichten, oder malst sehr
gern, schreibst kurze Sinnsprüche... und willst gern bei uns mitmachen,
deine Werke vorstellen?
Gerne, wir freuen uns auf DICH!
Briefkasten |
Und
noch etwas:
Alles
hier Veröffentlichte ist das Eigentum des jeweiligen Autor. Eine
Weiterverbreitung und Veröffentlichung in jedem Sinne und in jeder Form
bitten wir deshalb zu unterlassen. DANKE!
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